Azoren
Die Azoren sind eine Inselgruppe im Atlantischen Ozean, die zu Portugal gehört, jedoch eine autonome Region darstellt. Neun Inseln sowie einzelne kleine unbewohnte Inselchen (Formigas) bilden den Archipel. Ihre Gesamtfläche beträgt ca. 2.300 km². Acht der neun Inseln sind durch Vulkanausbrüche entstanden und ihre Lage in einem geologisch aktiven Gebiet hat in den Jahrhunderten immer wieder zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen geführt. Der letzte fand im Jahr 1957 statt.
Auf der größten der Azoreninseln São Miguel mit einer Fläche von rund 750 km² liegt die Hauptstadt des Inselarchipels Ponta Delgada. Außerdem hat die Universität der Azoren hier ihren Sitz. Die Insel hat etwa 140.000 Einwohner und bietet den Besuchern heiße Quellen und Geysire. Zudem gibt es hier den höchsten Berg der Azoren, den Pico de Vara (1.105m). Wer als Tourist die Azoren besucht, landet auf dem internationalen Flughafen und wird die herrlichen Badestrände genießen oder ausgiebige Wanderungen in der schönen Landschaft durchführen. São Miguel gehört zu den östlich gelegenen Inseln genau wie Santa Maria. Diese ist die einzige Insel, die nicht vulkanischen Ursprungs ist. Santa Maria bietet viel Natur und Ruhe und ist klimatisch gesehen die wärmste.
Zu den westlich gelegenen Inseln gehören Flores und Corvo, wobei letztere mit einer Fläche von ca. 17 km² die kleinste der Azoreninseln ist. Die etwa 400 Einwohner der Insel leben noch relativ einfach und lassen die Uhren etwas langsamer laufen. Flores dagegen hat sich zu einem Naturparadies entwickelt, da Wind und üppige Niederschläge für eine abwechslungsreiche Natur sorgen.
Die restlichen fünf Inseln gehören zu den zentralgelegenen Inseln angeführt von Terceira, der zweiten Hauptinsel, die vor allem für Aktivurlauber ein abwechslungsreiches Programm bietet. Aber auch São Jorge mit seiner meist steilen Küste, Faial die "Blaue Insel" wegen der vielen Hortensien und Graciosa, deren Wahrzeichen die Windmühlen sind, haben alle ihren eigenen Charme. Auf der zweitgrößten Insel Pico befindet sich zugleich auch der höchste Berg Portugals, der Ponta de Pico mit 2.351 m. Alle Inseln sind miteinander verkehrstechnisch verbunden.
Auf den Azoren herrscht ganzjährig gemäßigtes Klima mit Sommertemperaturen um 25 Grad und Temperaturen im Winter zwischen 10 und 15 Grad. Der Golfstrom sorgt zudem für angenehme Wassertemperaturen bis meist in den November hinein.
Wer auf die Azoren kommt, kann nicht nur die vielen Wassersportarten nutzen oder am Strand liegen. Die Inseln bieten viel Sehenswertes. Neben der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt kann man Vulkankrater, den alten Hafen Porto Alfonso, den Leuchtturm Porta Barca oder gar einen Stierkampf besuchen. Auf den meisten Inseln gibt es gute Hotels, jedoch sollte man abseits der Touristenpfade die Einheimischen kennenlernen, deren Gastfreundschaft einzigartig ist Amtssprache ist Portugiesisch, doch viele Einwohner beherrschen die englische Sprache.
Wer die Azoren besucht, lernt eine Mischung aus einzigartiger Natur, Gastfreundschaft und Individualität mitten im Atlantischen Ozean kennen.





